|
[Home] [Lexikon] [Aufgaben] [Tests] [Kurse] [Begleitmaterial] [Hinweise] [Mitwirkende] [Publikationen] [Suche] |
|
|
Mathematik-Online-Lexikon: | ||
Tennis-Grand-Slam | ||
| A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z | Übersicht |
Bei einem Tennis-Turnier ist die Teilnehmerzahl
üblicherweise eine Zweierpotenz
(
bei einem Grand-Slam).
Die Anzahl der Spiele bei K.O.-System beträgt
.
Dies läßt sich mit vollständiger
Induktion zeigen.
Induktionsanfang (
):
Bei
Teilnehmern gibt es genau
Paarungen.
Die Behauptung ist also für
richtig.
Induktionsschluß (
):
Angenommen die Behauptung ist für
Teilnehmer richtig.
Dann lassen sich
Teilnehmer
in zwei Gruppen zu je
Teilnehmern einteilen.
Nach Induktionshypothese gibt es in
jeder Gruppe
Paarungen,
also insgesamt
.
Die Sieger der beiden
Gruppen treffen dann in einer letzten
Paarung aufeinander,
so daß es bei
Teilnehmern
Man kann in diesem Beispiel die Lösung mit einem anderen Argument schneller finden. Wegen des K.O.-Systems verliert bis auf den Gewinner jeder Teilnehmer genau einmal. Jedes Spiel hat genau einen Verlierer. Also gibt es ein Spiel weniger als die Teilnehmerzahl.
Der Alternativbeweis läßt sich auch auf Teilnehmerfelder beliebiger Größe
anwenden ( z.B. wenn es Freilose gibt). Der Beweis zeigt, daß es bei
Teilnehmern
Spiele gibt.
Man sieht, daß vollständige Induktion
nicht immer die beste Beweismethode ist.
Der Fall
ist anhand der letzten
Runden
des Wimbledon-Turniers von 1985 illustriert, das Boris Becker im Alter von 17
Jahren gewann.
| automatisch erstellt am 11. 6. 2007 |