Mit der Singulärwert-Zerlegung
einer komplexen
-Matrix
lässt sich die
Lösung des Ausgleichsproblems
mit minimaler Norm in
der Form
schreiben, wobei
als Pseudo-Inverse von
bezeichnet wird, und
die
-Diagonalmatrix mit
den Kehrwerten der positiven singulären Werte ist.
Bezeichnen
und
die orthonormalen Basen aus
den Spalten von
bzw.
, so lässt sich die
lineare Abbildung
in der
faktorisierten Form
darstellen.
Daraus folgt insbesondere, dass
und
.
(Autoren: App/Höllig)
Wegen der Invarianz der
-Norm unter unitären
Transformationen kann man
von links mit
multiplizieren.
Mit
ergibt sich das äquivalente Minimierungsproblem
Das Minimum erhält man durch
Lösung der ersten
Gleichungen:
Wegen der Normtreue der unitären Matrix
ist für die Lösung
minimaler Norm
Insgesamt folgt
(Autoren: App/Höllig)
Es soll das Ausgleichproblem für
gelöst werden.
Zur Berechnung der Singulärwert-Zerlegung
bestimmt man zunächst die Eigenwerte und
Eigenvektoren von
und erhält
Daraus folgt
Die ersten zwei Spalten von
erhält man durch
Division der entsprechenden Spalten von
durch die singulären Werte (dabei müssen
Einheitsvektoren entstehen), die restlichen
Spalten (nicht eindeutig bestimmt) durch
Ergänzen zu einer orthonormalen Basis:
Damit ist die Pseudo-Inverse
und
die Lösung minimaler Norm.
(Autoren: App/Höllig)
Zur Kontrolle topographischer Höhendaten
werden Höhendifferenzen
gemessen. Aufgrund von Messfehlern gilt in der Regel
. Geeignete Höhenkorrekturen
lassen sich durch Lösen des
Ausgleichsproblems
Zur Illustration der Vorgehensweise wird ein Modellproblem mit wenigen
Daten gelöst.
Für die Höhen und Differenzwerte
mit
, erhält man das
überbestimmte System
Die gesuchte Lösung minimaler Norm ist dann
Die Berechnung der Minimum-Norm-Lösung
ist für die betrachtete Anwendung sinnvoll, denn es soll eine
möglichst kleine Korrektur bestimmt werden.
(Autor: Wipper)
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automatisch erstellt
am 23.5.2011 |