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Mathematik-Online-Kurs: Lineare Algebra - Analytische Geometrie - Quadriken

Euklidische Normalform der zweidimensionalen Quadriken


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Es existieren 9 verschiedene Typen ebener Quadriken mit den folgenden Normalformen:

Die Normalformen sind eindeutig bis auf Permutation der Indizes und bei kegeligen Quadriken bis auf Multiplikation mit einer Konstanten $ c\ne 0$. Die Größen $ a_i$ werden positiv angesetzt und heißen Hauptachsenlängen der Quadrik.

schneidendes Geradenpaar Doppelgerade
\includegraphics[width=.4\moimagesize]{a_normalform_quadrik_2d_5} \includegraphics[width=.4\moimagesize]{a_normalform_quadrik_2d_6}

Hyperbel Ellipse
\includegraphics[width=.4\moimagesize]{a_normalform_quadrik_2d_3} \includegraphics[width=.4\moimagesize]{a_normalform_quadrik_2d_1}

paralleles Geradenpaar Parabel
\includegraphics[width=.4\moimagesize]{a_normalform_quadrik_2d_4} \includegraphics[width=.4\moimagesize]{a_normalform_quadrik_2d_2}
(Autoren: App/Höllig)

Es soll die Normalform und der Typ der Quadrik

$\displaystyle Q: \quad 3x_1^2+3x_2^2+10x_1x_2-12\sqrt{2}x_1-4\sqrt{2}x_2-8=0
$

bestimmt werden.

Ausgehend von der Matrixform der quadratischen Form,

$\displaystyle x^{\operatorname t}A x+2b^{\operatorname t}x+c=
x^{\operatorname ...
...in{array}{rr}3 & 5 \\ 5 & 3\end{array}\right)x+
2\sqrt{2}\left(-6,-2\right)x-8
$

bestimmt man zunächst die Eigenwerte und Eigenvektoren der Matrix $ A$. Das charakteristische Polynom

$\displaystyle (3-\lambda)^2-25=9-6\lambda +\lambda^2-25 =\lambda^2-6\lambda-16
$

hat die Nullstellen

$\displaystyle \lambda_{1,2}=\frac{6\pm\sqrt{36+64}}{2}=3\pm5
$

Einen normierten Eigenvektor zu $ \lambda_1=-2$ erhält man durch Lösen des linearen Gleichungssystems

$\displaystyle \left(\begin{array}{rr}5 & 5\\ 5 &5\end{array}\right) v_1 = 0
$

als $ v_1= \frac{1}{\sqrt{2}} (1,-1)^{\operatorname t}$. Da der zweite Eigenvektor senkrecht auf dem ersten stehen muss, folgt $ v_2 = \frac{1}{\sqrt{2}} (1,1)^{\operatorname t}$, wobei das Vorzeichen so gewählt wurde, dass die Determinante der Transformationsmatrix

$\displaystyle U=\frac{1}{\sqrt{2}}\left(\begin{array}{rr} 1 & 1\\ -1 & 1\end{array}\right)
$

positiv ist. Die mit $ x=Uy$ transformierte Gleichung hat die Form
0 $\displaystyle =$ $\displaystyle y^{\operatorname t}\tilde{A}y+2\tilde{b}^{\operatorname t}y+c$  
  $\displaystyle =$ $\displaystyle y^{\operatorname t}U^{\operatorname t}
AU y+2\left(b^{\operatorname t}U\right)y + c$  
  $\displaystyle =$ $\displaystyle -2y_1^2+8y_2^2-8y_1-16y_2-8\,.$  

Quadratisches Ergänzen liefert

0 $\displaystyle =$ $\displaystyle -2y_1^2+8y_2^2-8y_1-16y_2-8$  
  $\displaystyle =$ $\displaystyle -2(y_1-2)^2+8(y_2-1)^2-8$  
  $\displaystyle =$ $\displaystyle -2z_1^2+8z_2^2-8$  

beziehungsweise

$\displaystyle \frac{z_1^2}{2^2}-\frac{z_2^2}{1^2}+1=0\,.
$

Die Gleichung stellt also eine Hyperbel dar.

(Autoren: Höllig/Hörner)

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  automatisch erstellt am 23.5.2011